Dienstag, 5. August 2008
Chorkonzert von "Celebrate" im Moya
Mal schnell nachtragen, was alles so passiert ist. Also, das Chorkonzert... joar, das war... toll. Ein würdiger Abschluss - des Semsters generell und von den großen Celebrate Konzerten für mich. Wir auf der Bühne hatten jedenfalls richtig viel Spaß. Und, ich glaube, Rod von die Ärzte hat mal gesagt, dass das das wichtigste ist, damit das Publikum auch Spaß hat. Na bitte. Außerdem waren wir schön bunt. Und ich war völlig von den Socken, als ich einen Blumenstrauß geschenkt bekommen habe. Danke nochmal dafür!
Montag, 21. Juli 2008
Questionable Content
Loosy muss packen und ich bin mir selbst überlassen. Ich nutze mal die Gelegenheit und erzählt euch von einem Webcomic, der es mir kürzlich angetan hat.
Er heißt "Questionable Content", ist wohl im englischsprachigen Raum schon ganz bekannt und hat Suchtpotential. Es geht um Marten, der Indiemusik und -shirts mag, seinen Bürojob hasst und gerne Rockusiker werden möchte. Indierock, versteht sich. Er hat einen kleinen "AnthroPC", einen Roboter-Computer, Pintsize, der sehr niedlich und ziemlich verrückt ist. Wie man normale Computerarbeit mit einem roboterartigen PC verrichten soll, wird aus dem Comic nicht ganz klar, warum man unbedingt einen haben sollte, schon. Als Faye, die in einem Coffeeshop arbeitet, einen ziemlich intelligenten Humor und ganz offensichtlich einige Probleme hat, in Martens Leben tritt wird dieses endlich interessant - und bald von vielen weiteren liebenswerten Charakteren bevölkert.
Irgenwo habe ich gelesen, dass das Comic mit der Serie Friends vergleichbar ist - eine chaotsche Clique junger Menschen meistern die Liebes- und Lebensprobleme des Alltags und für das Publikum gibt es viel zu lachen. Ich würde sagen, dass das schn stimmt, nur gibt es viel mehr Anspielngen auf die Indieszene und die Charaktere stehen dem Wahnsinn etwas näher - was sie realistischer, interessanter, aber nicht alberner macht. Im Gegenteil.
Für mich, die Serien liebt und wegen Fernsehermangel darauf verzichten muss, ist dieser Comic nahezu perfekt und ich erwarte jetzt jede Fortsetzung ungeduldig. Euch sei er hiermit unbedingt ans Herz gelegt.
Zu sagen bleibt noch, dass man natürlich vorne anfangen sollte. Also auf "Archive" klicken und dann runterscrollen. Außerdem sollte man anfangs - wie so oft - etwas Geduld mitbringen. Der Zeichenstil entwickelt sich und mit ihm auch die Erzählweise. Es wird besser und es lohnt sich. Ehrlich.
Er heißt "Questionable Content", ist wohl im englischsprachigen Raum schon ganz bekannt und hat Suchtpotential. Es geht um Marten, der Indiemusik und -shirts mag, seinen Bürojob hasst und gerne Rockusiker werden möchte. Indierock, versteht sich. Er hat einen kleinen "AnthroPC", einen Roboter-Computer, Pintsize, der sehr niedlich und ziemlich verrückt ist. Wie man normale Computerarbeit mit einem roboterartigen PC verrichten soll, wird aus dem Comic nicht ganz klar, warum man unbedingt einen haben sollte, schon. Als Faye, die in einem Coffeeshop arbeitet, einen ziemlich intelligenten Humor und ganz offensichtlich einige Probleme hat, in Martens Leben tritt wird dieses endlich interessant - und bald von vielen weiteren liebenswerten Charakteren bevölkert.
Irgenwo habe ich gelesen, dass das Comic mit der Serie Friends vergleichbar ist - eine chaotsche Clique junger Menschen meistern die Liebes- und Lebensprobleme des Alltags und für das Publikum gibt es viel zu lachen. Ich würde sagen, dass das schn stimmt, nur gibt es viel mehr Anspielngen auf die Indieszene und die Charaktere stehen dem Wahnsinn etwas näher - was sie realistischer, interessanter, aber nicht alberner macht. Im Gegenteil.
Für mich, die Serien liebt und wegen Fernsehermangel darauf verzichten muss, ist dieser Comic nahezu perfekt und ich erwarte jetzt jede Fortsetzung ungeduldig. Euch sei er hiermit unbedingt ans Herz gelegt.
Zu sagen bleibt noch, dass man natürlich vorne anfangen sollte. Also auf "Archive" klicken und dann runterscrollen. Außerdem sollte man anfangs - wie so oft - etwas Geduld mitbringen. Der Zeichenstil entwickelt sich und mit ihm auch die Erzählweise. Es wird besser und es lohnt sich. Ehrlich.
Erste Etappe: Berlin
Regelmäßige Berichterstattung bekomme ich bestimmt nicht hin. Egal.
Gestern Abend in Berlin bei Loosy angekommen, Colbert Report und die Daily Show geguckt und dann ins Bett - und zwar todmüde.
Heute haben wir uns Berlin erlaufen - die Gegend um den Alex rum. Wir haben californische Burritos gegessen (die bestellt man sich wie bei Subways - es war super verwirrend und ich habe lieber die Standardversion genommen.) Nicht ganz billig, aber seeehr lecker und schön urban stylish, der Laden. Besonders die hausgemachte Lime Limo war lecker.
In irgendeiner Saftbar haben wir uns dann mit Vitaminbomben versorgt - die hohen Preise hat zumindest Loosy wieder in dem Second Hand Laden ausgeglichen, wo es mit ein bisschen Glück echt hübsche Sachen echt günstig gab.
Jetzt ist der erste Tag fast um und wir sind müde. Morgen müssen wir früh raus und dann geht es - juhuuuu - mit dem Flieger nach London.
Ein bisschen Sorge macht uns die Frage, wie wir meinen Schlafsack dahin kriegen? Handgepäck? An den Koffer binden? Hmmmm...
Gestern Abend in Berlin bei Loosy angekommen, Colbert Report und die Daily Show geguckt und dann ins Bett - und zwar todmüde.
Heute haben wir uns Berlin erlaufen - die Gegend um den Alex rum. Wir haben californische Burritos gegessen (die bestellt man sich wie bei Subways - es war super verwirrend und ich habe lieber die Standardversion genommen.) Nicht ganz billig, aber seeehr lecker und schön urban stylish, der Laden. Besonders die hausgemachte Lime Limo war lecker.
In irgendeiner Saftbar haben wir uns dann mit Vitaminbomben versorgt - die hohen Preise hat zumindest Loosy wieder in dem Second Hand Laden ausgeglichen, wo es mit ein bisschen Glück echt hübsche Sachen echt günstig gab.
Jetzt ist der erste Tag fast um und wir sind müde. Morgen müssen wir früh raus und dann geht es - juhuuuu - mit dem Flieger nach London.
Ein bisschen Sorge macht uns die Frage, wie wir meinen Schlafsack dahin kriegen? Handgepäck? An den Koffer binden? Hmmmm...
Sonntag, 20. Juli 2008
Ich bin dann mal weg
Mit Loosy im England-Road-Trip-Urlaub.
Erste Etappe: Berlin. Die Mitfahrgelegenheit geht in einer Stunde.
So far!
Erste Etappe: Berlin. Die Mitfahrgelegenheit geht in einer Stunde.
So far!
Montag, 30. Juni 2008
Konzert von "Celebrate"
Es ist wieder Sommer! Das kriegt man im Moment zwar nicht soo eindrucksvoll mit Möderhitze und Zitroneneis demonstriert (damit geht es aber los, sobald ich meine BA Arbeit abgegeben habe, was glaubt Ihr denn), dafür aber mit unserem alljährlichen Sommerkonzert.
Am 11. Juli um 20 Uhr singt Celebrate mal wieder im Moya!
Drei gute Gründe, sich das anzugucken sind:
- wir haben richtig reingehaun in diesem Semester und viele neue, schwere und großartige Stücke gemacht, die Euch hoffentlich genauso viel Spaß machen wie uns.
- wir werden schließlich bald berühmt. Ich hab es hier ja noch gar nicht erzählt, aber wir haben uns - nein, IHR habt uns tatsächlich in die Sendung gevotet! Am 13. August 2008 sind wir auf ZDF zu sehen, als Vertreter für Meck Pom im großen Grand Prix der Chöre. Mit Carmen Nebel. Aber hallo. Und eben am 11. Juni schon live im Moya, in Rostock. Auf dem besten Weg zum Kult nämlich.
- Es wird wohl mein letztes Konzert mit Celebrate sein. Also, wer es bis jetzt immer verpasst hat - für den ist das die letzte Chance, denn im Oktober bin ich weg und komme so schnell nicht wieder.
Überzeugt? Prima. Karten gibt es im Vorverkauf im Pressezentrum. Mehr Infos - hier.
Sonntag, 29. Juni 2008
ein Wochenende in der Hauptstadt
Ein vollgestopftes Wochenende in Berlin. Loosy ist umgezogen, in der Motzstraße wurde Schwul-Lesbisches Straßenfest gefeiert, in der schönen, kleinen Wohnung von Hannes' Schwester einfach nur Party und im jüdischen Museeum waren wir auch noch. Hach, ich mag Berlin.
Mittwoch, 18. Juni 2008
Penelope Jolicoeur
Seit ich sie hier entdeck habe, lese ich schon lange das Blog von
und bin begeistert. Das ist nochmal gehörig aufgefrischt worden, als ich vorgestern das dazu gehörige Buch von Orianne (Merciiiiiii encore un fois! ♥♥♥) geschenkt bekommen habe, so dass ich Euch die junge Dame jetzt ans Herz legen möchte. (Penelope, nicht Orianne. Obwohl... die eigentlich auch. :)
Ich weiß, die Cartoons sind auf französsich und ich weiß, das ist nicht jedermanns Sache. Aber viele versteht man auch so und sie sind einfach großartig! Mädchenhaft, superlustig und ich kann mich mit sehr vielen von ihnen identifizieren. Ich kann Euch also nur empfehlen, mal reinzuschauen, ist auf jeden Fall ne gute Idee für die, die ihr Französisch ein bisschen benutzen wollen, damit es nicht einstaubt. (Es gibt ja auch immer noch Hilfe, wenn man mal ein Wort nicht kennt.) Ist auch egal, eigentlich wollte ich nur mal meine Begeisterung ausdrücken.
Ich weiß, die Cartoons sind auf französsich und ich weiß, das ist nicht jedermanns Sache. Aber viele versteht man auch so und sie sind einfach großartig! Mädchenhaft, superlustig und ich kann mich mit sehr vielen von ihnen identifizieren. Ich kann Euch also nur empfehlen, mal reinzuschauen, ist auf jeden Fall ne gute Idee für die, die ihr Französisch ein bisschen benutzen wollen, damit es nicht einstaubt. (Es gibt ja auch immer noch Hilfe, wenn man mal ein Wort nicht kennt.) Ist auch egal, eigentlich wollte ich nur mal meine Begeisterung ausdrücken.
Forum futsch
Nicht, dass ich glaube, dass das groß aufgefallen wäre (ich hab es selber auch nur gemerkt, weil dem Soziologiemagazin das gleiche passiert ist): mein altes Forum ist weg. Der Anbieter hat wohl sein Geschäft aufgegeben und ist wortlos von dannen gezogen; das Greylove Forum existiert nicht mehr.
Naja, es hatte seine besten Zeiten wohl auch lange hinter sich. ;) Ein neues werde ich aus nahe liegenden Gründen vorerst nicht eröffnen, wollte aber die Gelegenheit nutzen, mal allen Beteiligten für die schöne Zeit und die Aufmerksamkeit zu bedanken. Wir haben jetzt ja ausreichend andere Plattformen der Kommunikation. :)
Naja, es hatte seine besten Zeiten wohl auch lange hinter sich. ;) Ein neues werde ich aus nahe liegenden Gründen vorerst nicht eröffnen, wollte aber die Gelegenheit nutzen, mal allen Beteiligten für die schöne Zeit und die Aufmerksamkeit zu bedanken. Wir haben jetzt ja ausreichend andere Plattformen der Kommunikation. :)
Dienstag, 17. Juni 2008
Donnerstag, 5. Juni 2008
Jäzzfest - Ärztekonzert in der Stadthalle
Fotos auf Konzerten machen ist doof und nervt. In den letzten Momenten hab ich dann doch nicht widerstehen können, meine Handykamera ist ein berückender Dämon.
Das Konzert war fantastisch. Wir standen weiter vorne, als ich es für möglich gehalten hätte und sind dann einfach da geblieben, weil es so schön war. Wenn auch anstrengend, die pogende Masse ist ein Energiestaubsauger. Die Erkenntnis mitgenommen und bestätigt, dass man alle Lieder, die man doof findet, nur noch nicht live gehört hat. Oder schon zu lange nicht mehr.
Dienstag, 3. Juni 2008
Ausführlicher Choffahrtsbericht
Am letzten Wochenende war Chorfahrt.Chrofahrt heißt: der Chor packt seine Siebensachen und verbringt Freitag bis Sonntag in einer Jugendherberge der mittleren Umgebung. Die meiste Zeit wird geprobt, dazwischen gegessen, gefeiert, gespielt, gefaulenzt, gesungen, wenig geschlafen. Jedes Semester machen wir eine und immer wird es sehr schön.
Weil ich das nächste Jahr gerne in Frankreich verbringen möchte und nicht weiß, wohin es mich danach verschlägt, war diese Chorfahrt wahrscheinlich meine letzte. Das ist sehr schade, denn natürlich sind diese Ausflüge immer ein Erlebnis und der Höhepunkt des Semesters. Vor allem die im Sommer.
Es hat uns nach Born verschlagen. Zu fünft waren wir in meinen winzigen Suzuki gequetscht, plus Gitarre und IZ, dem nervigen kleinen Roboter von Steffen. Uns selbst und das ganze Gepäck in die kleine Kiste reinzukriegen war echt nicht leicht, wir haben noch eine ganze Weile am Bahnhof puzzlen müssen, bis alles gepasst hat. (Warum muss ich erst jetzt an die Auto-Tetris Szene bei den Simpsons denken? Genauso war es doch!) Komisch, das wir trotz dieser Verspätung fast als erstes in Born ankamen, alle anderen wegen einer kleinen Ungenauigkeit im Anfahrtsplan einen Umweg einlegen müssen.
Aber ist ja nicht so schlimm, die Gegend um Born ist ja sehr schön. Born selbst auch. Ebenso die Jugendherberge. Äußerlich. Die von uns, die noch nie da waren, waren echt beeindruckt, diejenigen, die die Herberge schon von dem letzten Besuch, vor einigen Jahren, kannten, waren voller guter Erinnuerungen an eine großartige Zeit.
Schwer zu sagen, wer enttäuschter war. Als wir uns im uns zugewiesenen Gemeinschaftsraum nach der ersten Probe mit den mitgebrachten Süßigkeiten und Getränken gemütlich einrichteten, kam der erste Dämpfer. Alkohol, so wurde auf die Hausordnung verwiesen, sei hier nicht erlaubt. Zumindest kein eigener, den aus der anliegenden Kneipe dürften wir gerne konsumieren. Eigenen nicht. Wie ernst es den Angesellten damit war, wurde uns klar, als sie in regelmäßigen Abständen Kontrollgänge machten und anhand der letzten gefundenen Fläschchen mit Rauswurf drohten. Zeitgenossen, die die Last der Jahre drückt, sei also die Jugendherberge in Born dringend angeraten: schon am ersten Abend findet man sich wieder, wie man Bier in Apfelsaftflaschen füllt, kichert und sich viele Jahre jünger fühlt.
Wir wurden also kreativ: Wodka Cola in der Cola Flasche, Bierflaschen in Kartoffelchipstüten und Pringlesdosen, ein Glas Wiskey in der alten Uhr (zumindest imaginär), Kauerverstecke beim Flaschenvorrat hinter dem Kleiderständer (Da kann man sogar unbemerkt Bier runterwerfen und verschütten) - wir waren echt einfallsreich und auf einmal war alles politischer Widerstand. Wütend waren wir natürlich trotzdem, vor allem als es kurz darauf hieß, wir wären zu laut und würden schlafende Kinder stören (wo auch immer die waren) und müssten kurz nach Zwölf den Saal verlassen, da würde er abgeschlossen. Abgesprochen war das alles anders, aber es half ja nichts. Wenigstens waren wir so beim Frühstück am nächsten Tag nicht so übermüdet. Außerdem haben wir alle Energie gebraucht, die wir hatten, um den probenintensiven Samstag zu überstehen. Aus dem Mittag war nämlich nicht viel herausholen können - Milchreis mit Apfelmus kann lecker sein, macht aber als Mittag ohne wirkliche Alternativen nur sehr wenige in einer Gruppe von 60 Erwachsenen glücklich.
Nach dem Mittag war Pause, einige von uns trotzen den Mücken und machten sich auf den Weg durch den Wald zum Strand. In der Sonne liegen, Muscheln sammeln, mit Jonathan Steintürmchen bauen und Judith dabei zusehen, wie sie fluchend und lachend ihre nasse Kleidung auswrang. Barfuss über den kühlen Waldboden zurück gehen. Schön an den Chorfahrten ist auch, dass man für ein paar Tage der Stadt entkommt.
Ab der zweiten Samstagsprobe wird es meistens hart. Die Energie schwindet, die Lieder sind anspruchsvoll, Stimmgruppenleiterin Karo gibt dem Begriff "Engelsgeduld" eine neue Bedeutung. Am Ende können wir es und sind stolz wie Oskar. "Dream a little Dream of me, Baby!"
Der Abend hat Tradition. Nach einem Tag mit sechs Stunden Probe sind wir um neun fertig und haben frei. Versammeln uns um das Klavier, episodenweise um die Gitarre, und singen weiter. Bis zwei Uhr nachts, Stücke aus den letzten Jahren. Irgendwann fangen wir an zu tanzen, sind laut, ausgelassen und fröhlich, phantomieren zu den Texten, improvisieren, wo wir nicht mehr wissen, wie es genau ging. Sind berauscht von dem Gefühl zur eigenen Musik so Party zu machen, dass sich interationale Entertainer und Diskotheken eine Scheibe abschneiden könnten. In dieser Nacht wird es spät und keiner stört uns. Der Nachtwächter, der gestern frei hatte, ist heute wieder da und viel entspannter, als seine Vertretung. Unser Bier in Brauseflaschen zu verstecken, wäre gar nicht nötig gewesen. Egal.
Der Abend wird getrübt von einem ernsten Thema, die Nacht lang. Nach der letzten Sonntagsprobe und einer sehr positiven, auch emotionalen Auswertung und einem intensiven Gruppengefühl wird daraus eine öffentliche Erklärung - nach Hause fahren wir mit gemischten Gefühlen.
In unserem Fall, im kleinen, roten Suzuki, übrigens nicht, ohne elegant, aber recht dicht an einem unvermutet auf dem Parkplatz auftauchenden Baum vorbeizuschwingen. Und mit der Frage, wieso es noch schwieriger war, das gesamte Gepäck in den Wagen zu bekommen, obwohl wir eine Person weniger sind und alle Vorräte von der Hinfahrt mittlerweile vertilgt haben.
Weil ich das nächste Jahr gerne in Frankreich verbringen möchte und nicht weiß, wohin es mich danach verschlägt, war diese Chorfahrt wahrscheinlich meine letzte. Das ist sehr schade, denn natürlich sind diese Ausflüge immer ein Erlebnis und der Höhepunkt des Semesters. Vor allem die im Sommer.
Es hat uns nach Born verschlagen. Zu fünft waren wir in meinen winzigen Suzuki gequetscht, plus Gitarre und IZ, dem nervigen kleinen Roboter von Steffen. Uns selbst und das ganze Gepäck in die kleine Kiste reinzukriegen war echt nicht leicht, wir haben noch eine ganze Weile am Bahnhof puzzlen müssen, bis alles gepasst hat. (Warum muss ich erst jetzt an die Auto-Tetris Szene bei den Simpsons denken? Genauso war es doch!) Komisch, das wir trotz dieser Verspätung fast als erstes in Born ankamen, alle anderen wegen einer kleinen Ungenauigkeit im Anfahrtsplan einen Umweg einlegen müssen.
Aber ist ja nicht so schlimm, die Gegend um Born ist ja sehr schön. Born selbst auch. Ebenso die Jugendherberge. Äußerlich. Die von uns, die noch nie da waren, waren echt beeindruckt, diejenigen, die die Herberge schon von dem letzten Besuch, vor einigen Jahren, kannten, waren voller guter Erinnuerungen an eine großartige Zeit.
Schwer zu sagen, wer enttäuschter war. Als wir uns im uns zugewiesenen Gemeinschaftsraum nach der ersten Probe mit den mitgebrachten Süßigkeiten und Getränken gemütlich einrichteten, kam der erste Dämpfer. Alkohol, so wurde auf die Hausordnung verwiesen, sei hier nicht erlaubt. Zumindest kein eigener, den aus der anliegenden Kneipe dürften wir gerne konsumieren. Eigenen nicht. Wie ernst es den Angesellten damit war, wurde uns klar, als sie in regelmäßigen Abständen Kontrollgänge machten und anhand der letzten gefundenen Fläschchen mit Rauswurf drohten. Zeitgenossen, die die Last der Jahre drückt, sei also die Jugendherberge in Born dringend angeraten: schon am ersten Abend findet man sich wieder, wie man Bier in Apfelsaftflaschen füllt, kichert und sich viele Jahre jünger fühlt.
Wir wurden also kreativ: Wodka Cola in der Cola Flasche, Bierflaschen in Kartoffelchipstüten und Pringlesdosen, ein Glas Wiskey in der alten Uhr (zumindest imaginär), Kauerverstecke beim Flaschenvorrat hinter dem Kleiderständer (Da kann man sogar unbemerkt Bier runterwerfen und verschütten) - wir waren echt einfallsreich und auf einmal war alles politischer Widerstand. Wütend waren wir natürlich trotzdem, vor allem als es kurz darauf hieß, wir wären zu laut und würden schlafende Kinder stören (wo auch immer die waren) und müssten kurz nach Zwölf den Saal verlassen, da würde er abgeschlossen. Abgesprochen war das alles anders, aber es half ja nichts. Wenigstens waren wir so beim Frühstück am nächsten Tag nicht so übermüdet. Außerdem haben wir alle Energie gebraucht, die wir hatten, um den probenintensiven Samstag zu überstehen. Aus dem Mittag war nämlich nicht viel herausholen können - Milchreis mit Apfelmus kann lecker sein, macht aber als Mittag ohne wirkliche Alternativen nur sehr wenige in einer Gruppe von 60 Erwachsenen glücklich.
Nach dem Mittag war Pause, einige von uns trotzen den Mücken und machten sich auf den Weg durch den Wald zum Strand. In der Sonne liegen, Muscheln sammeln, mit Jonathan Steintürmchen bauen und Judith dabei zusehen, wie sie fluchend und lachend ihre nasse Kleidung auswrang. Barfuss über den kühlen Waldboden zurück gehen. Schön an den Chorfahrten ist auch, dass man für ein paar Tage der Stadt entkommt.
Ab der zweiten Samstagsprobe wird es meistens hart. Die Energie schwindet, die Lieder sind anspruchsvoll, Stimmgruppenleiterin Karo gibt dem Begriff "Engelsgeduld" eine neue Bedeutung. Am Ende können wir es und sind stolz wie Oskar. "Dream a little Dream of me, Baby!"
Der Abend hat Tradition. Nach einem Tag mit sechs Stunden Probe sind wir um neun fertig und haben frei. Versammeln uns um das Klavier, episodenweise um die Gitarre, und singen weiter. Bis zwei Uhr nachts, Stücke aus den letzten Jahren. Irgendwann fangen wir an zu tanzen, sind laut, ausgelassen und fröhlich, phantomieren zu den Texten, improvisieren, wo wir nicht mehr wissen, wie es genau ging. Sind berauscht von dem Gefühl zur eigenen Musik so Party zu machen, dass sich interationale Entertainer und Diskotheken eine Scheibe abschneiden könnten. In dieser Nacht wird es spät und keiner stört uns. Der Nachtwächter, der gestern frei hatte, ist heute wieder da und viel entspannter, als seine Vertretung. Unser Bier in Brauseflaschen zu verstecken, wäre gar nicht nötig gewesen. Egal.
Der Abend wird getrübt von einem ernsten Thema, die Nacht lang. Nach der letzten Sonntagsprobe und einer sehr positiven, auch emotionalen Auswertung und einem intensiven Gruppengefühl wird daraus eine öffentliche Erklärung - nach Hause fahren wir mit gemischten Gefühlen.
In unserem Fall, im kleinen, roten Suzuki, übrigens nicht, ohne elegant, aber recht dicht an einem unvermutet auf dem Parkplatz auftauchenden Baum vorbeizuschwingen. Und mit der Frage, wieso es noch schwieriger war, das gesamte Gepäck in den Wagen zu bekommen, obwohl wir eine Person weniger sind und alle Vorräte von der Hinfahrt mittlerweile vertilgt haben.
Freitag, 30. Mai 2008
Hamburg vor kurzem
Fotos von Hannes Einweihungsparty am letzten Wochenende. War echt schön! Wir haben...

... eine kreative Lösung für das Toilettenschlüsselproblem gefunden...
Viel Interessantes über das Astra-Bier gelernt...... eine kreative Lösung für das Toilettenschlüsselproblem gefunden...
Selbiges in witzigen Großstadtstreetartszenen wiedergefunden. (Kunst oder eine witzige Geschichte? Wir rätseln.)
Und grandiose Kindheitsfreuden wiederbelebt. Man darf mutmaßen, welche meine Packung Schokoretten war und welche Loosy gehört hat.
Mittwoch, 28. Mai 2008
Geo-Darts
Geographie macht viel mehr Spaß, wenn man mit Pfeilen auf Sachen werfen kann. 57.759 Punkte hab ich geschafft - die Seen haben mich voll runtergezogen. Und Ihr so?
Mittwoch, 21. Mai 2008
Celebrate goes Grand Prix
Ich hab ja von unserem Casting in Köln schon erzählt. Nach langen Wochen des Wartens (und nicht wirklich mehr Hoffens) kam vor ein paar Tagen der Anruf mit der Gibt-es-eigentlich-ein-Gegenteil-von-Hiob?-s-Botschaft:
Celebrate ist der Kandidat für Mecklenburg Vorpommern beim Großen Grand Prix der Chöre im ZDF!
Damit wir aber tatsächlich ins Fernsehn kommen, müssen wir uns aber noch in einem Online Voting behaupten, bei dem aus den 16 Chören nochmal 8 oder so ausgewählt werden, die im Finale gegeneinander antreten dürfen. Dieses passiert hier, irgendwas gewinnen kann man sogar auch und dass ich recht lieb bitte, uns Eure Stimme zu schenken (damit wir unsere Stimmen dann für Euch... ach nee, Wortspiele waren noch nie mein Freund) und es allen weiterzusagen, das muss ich ja nicht mehr dazu scheiben, oder?
Celebrate ist der Kandidat für Mecklenburg Vorpommern beim Großen Grand Prix der Chöre im ZDF!
Damit wir aber tatsächlich ins Fernsehn kommen, müssen wir uns aber noch in einem Online Voting behaupten, bei dem aus den 16 Chören nochmal 8 oder so ausgewählt werden, die im Finale gegeneinander antreten dürfen. Dieses passiert hier, irgendwas gewinnen kann man sogar auch und dass ich recht lieb bitte, uns Eure Stimme zu schenken (damit wir unsere Stimmen dann für Euch... ach nee, Wortspiele waren noch nie mein Freund) und es allen weiterzusagen, das muss ich ja nicht mehr dazu scheiben, oder?
Dashboardkontrolle
Ups. Wieder etwas gelernt: Wenn ich aktiviere, dass Kommentare geprüft werden, bevor ich sie veröffentliche (damit nicht wieder irgendwelche Zigarettenhoschis ihre Werbung bei mir verteilen *grummel*), dann muss ich mich von Zeit zu Zeit mal einloggen, meine Kommentare prüfen und freigeben. Und nicht nur fix vorbei schauen und mich wundern, warum eigentlich gar keiner mehr was schreibt.
Also, jetzt sind sie da und jetzt weiß ich auch, wie das geht. Sorry. ;)
PS: In dem Eingabefeld für den Titel schlägt Blogspot mir z.B. Abteilungseiter oder Chef vor. Äääähm genau... Titel nämlich. Danke, Google!
Also, jetzt sind sie da und jetzt weiß ich auch, wie das geht. Sorry. ;)
PS: In dem Eingabefeld für den Titel schlägt Blogspot mir z.B. Abteilungseiter oder Chef vor. Äääähm genau... Titel nämlich. Danke, Google!
Mittwoch, 14. Mai 2008
Webgezwitscher zwopunktnull
"Überall, wo ich im Internet hinkomme, bist Du schon da!", hat Ina mal gesagt.
Stimmt. Jetzt zum Beispiel habe ich Twitter für mich entdeckt. Bei Twitter hat man 140 Zeichen zur Verfügung, um zu schreiben, was man gerade macht, will oder denkt. Man kann andere Leute, die auch twittern, abonnieren, dann sieht man, was sie gerade treiben, auch wenn sie weit weg sind. Das finde ich sehr nett, ist aber etwas langweilig, wenn man die einzige aus dem Freundeskreis ist, die Twitter.com nutzt.
Naja, was ich so tue kann man dort jetzt auf jeden Fall verfolgen, sollte es noch jemanden dorthin verschlagen oder sogar bereits verschlagen haben, kann SiEr (schreibt man so, oder? Ist wie SchülerInnen, finde ich.) ja mal Kontakt aufnehmen.
Stimmt. Jetzt zum Beispiel habe ich Twitter für mich entdeckt. Bei Twitter hat man 140 Zeichen zur Verfügung, um zu schreiben, was man gerade macht, will oder denkt. Man kann andere Leute, die auch twittern, abonnieren, dann sieht man, was sie gerade treiben, auch wenn sie weit weg sind. Das finde ich sehr nett, ist aber etwas langweilig, wenn man die einzige aus dem Freundeskreis ist, die Twitter.com nutzt.
Naja, was ich so tue kann man dort jetzt auf jeden Fall verfolgen, sollte es noch jemanden dorthin verschlagen oder sogar bereits verschlagen haben, kann SiEr (schreibt man so, oder? Ist wie SchülerInnen, finde ich.) ja mal Kontakt aufnehmen.
Freitag, 25. April 2008
Ein bisschen neu
Neuer Name, neuer Blogkopf.
(Hat es jemand gemerkt, der Name ist schon seit ein paar Tagen ein anderer.) Mit dem alten war ich schon lange nicht mehr zufrieden, immerhin ist er der selbe, wie von diesem sehr ansprechenden Web 2.0 Projekt.
Bimbellotterie ist der Pariser Name für den - total wichtigen - Wirtschaftszweig, der Nippessachen herstellt. Außerdem ist es ein schönes Wort und es ist französisch. :)
(Hat es jemand gemerkt, der Name ist schon seit ein paar Tagen ein anderer.) Mit dem alten war ich schon lange nicht mehr zufrieden, immerhin ist er der selbe, wie von diesem sehr ansprechenden Web 2.0 Projekt.
Bimbellotterie ist der Pariser Name für den - total wichtigen - Wirtschaftszweig, der Nippessachen herstellt. Außerdem ist es ein schönes Wort und es ist französisch. :)
Donnerstag, 24. April 2008
Hamburg am Wochenende

Das letzte Wochenende war lang und das erste von vielen in Hamburg. Eine Stadt, die es zu entdecken gilt, da ist noch einiges zu tun. Wir kennen jetzt: Die Außenalster, den Jungfernstieg, das Rathaus, den Hafen, diverse S- und U-Bahnstationen und ein bisschen Schanzenviertel. (Das mich sehr begeistert hat.) Für gute Ratschläge, was man in Hamburg noch machen und angucken kann und soll, sind wir sehr dankbar und freuen uns.
Freitag, 11. April 2008
Parrots and Penguins!
My pirate name is:
Mad Anne Bonney
Every pirate is a little bit crazy. You, though, are more than just a little bit. You can be a little bit unpredictable, but a pirate's life is far from full of certainties, so that fits in pretty well. Arr!
Get your own pirate name from piratequiz.com.
part of the fidius.org network
Montag, 7. April 2008
Celebrate beim Casting in Köln
Ja, klar war die Aktion irgendwie blöd. Endemol macht eine Sendung über Chöre und hat in ganz Deutschland zum Casting eingeladen: Nach Köln. Das heißt für uns zwei Mal zehn Stunden Zug, zweimal Tickets für 20 Leute, für ein paar Minuten Auftritt und dann wahrscheinlich eine Absage. Außerdem Extraproben, Extrastress, Geld für Unterkunft oder Nacht durchmachen und Köln und nicht zuletzt: Zwei Mal morgens um Fünf am Bahnsteig stehen. Abgehalten hat uns das natürlich alles nicht und so haben wir uns am Samstag auf den Weg nach Köln gemacht. Mit uns auf Reisen: 400 volltrunkene Hansafans auf dem Weg nach Gelsenkirchen, Hansa hat gegen Schalke gespielt. Dass sie verloren haben, ist wahrscheinlich unsere Schuld. Das haben wir ihnen sehnlichst an den Hals gewünscht. Nach stundenlanger Tortur Gegröhle, Schlachtgesängen und Belästigungen (und je-des-mal mit der Info, dass sie aus Rostock kommen.) war das unsere einzige Möglichkeit zur Rache.
Nach dem Casting (das für uns total überraschend endete: Wir sind weiter!) haben wir in Köln erobert und die Nacht zum Tage gemacht. Gezwungenermaßen, die meisten von uns hatten nämlich keine Unterkunft gebucht - Schlaf ist für Weichpities. Was allerdings nach den obligatorischen Domfotos, dem Essen im Pizza Hut und dem Kölsch in der Kneipe passiert ist, muss jemand anderes erzählen. Ich habe den Chor verlassen und bei einem Freund auf dem Sofa geschlafen, um am nächsten Tag gemeinsam nach Hamburg zu fahren und Hannes beim Umzug zu helfen.

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