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Donnerstag, 9. September 2010

Nizzaskizzen II



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Mittelmeer

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Le café

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Nizzaskizzen

Wir waren im Urlaub in Nizza und ich habe meine Kamera vergessen. So ist mein kleines Urlaubs-Notizbuch noch etwas wichtiger geworden als sonst und vielleicht sind auch ein paar mehr Zeichnungen darin gelandet, um das zu kompensieren.

Ein paar von den Zeichnungen lade ich hier hoch; nicht schön gemacht, nicht coloriert... einfach so, wie ich sie zu Papier gebracht habe. Fix aufgezeichnet in den Cafés, am Strand, am Küchentisch...




Für das Fotoproblem hatte sich dann aber trotzdem noch eine andere Lösung gefunden. Zum Glück.

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Freitag, 26. Februar 2010

Eine Nacht in Köln







"Und ich dachte mir... Du hast doch'n Semesterticket... Du könntest einfach mitkommen nach Köln?"

Eigentlich war geplant, dass L. mich besucht, dass ich ihr Bielefeld zeige, dass wir ganz viel reden, kochen und Mädchensachen machen. Mit Nagellack und so. Dann war geplant, dass L. weiter nach Köln fährt, um andere Leute zu besuchen und auf Geburtstagspartys zu gehen.
Das haben wir auch alles gemacht. Wir haben einen tollen Coffeshop in der Altstadt entdeckt ("Fast so wie der in Questionable Content." - "Ja, aber ohne das man beim Bestellen beleidigt wird." -"Ja, schade."), ein lokales Hamburgerrestaurant getestet, eine Menge Obst verbraten, amerikanische Frauenserien konsumiert und bis in die Morgenstunden dauerkommuniziert.

Und dann bin ich spontan mit nach Köln gefahren. Früher war Köln ganz weit weg, eine riesen Reise, die man sich zweimal überlegt hat. Jetzt ist Köln nur noch ein bisschen weit weg und hinzufahren kostet mit meinem Semesterticket gar nichts. Da kann man auch mal liebe Bekannte besuchen und auf Geburtstagsparty von Leuten gehen, die man gar nicht kennt. Aus letzterem wurde dann nichts, es blieb bei hervorragender Pizza, einem nächtlichen Spaziergang und einem schönen Wiedersehen. Was die Sache allemal wert war.
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Donnerstag, 26. November 2009

Winterchorfahrt nach Schabeutz.

Das gute an Chorfahrten: Dass sie so schön sind und dass sie so oft sind. Zweimal im Jahr kann man in irgendeiner Jugendherberge all die tollen Menschen treffen und schön Musik machen. Und das Herz geht einem auf und man freut sich so, über all die tollen Menschen und die gute Musik und wie schön alles ist.

Das schlechte an Chorfahrten: Dass sie so schön sind und dass sie so oft sind. Was soll ich denn nun wieder schreiben? Vielleicht, dass es diesmal SO schön war, dass es vielleicht am bisher besten gewesen sein könnte. Und sonst schreib ich nix mehr, ich hab einfach ein Bild gemalt.



Inspiration für den Zeichenstil kam, glaube ich, von hier.

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Berlin!







Ich schreib einfach gar nix mehr, ich werf nur noch Fotos in die Runde. So. Dann überleg ich nicht mehr so lange, was ich schreiben soll und dann gebe ich nicht immer wieder entnervt auf und "blogge eben morgen". Und dann würden Dinge wie die großartige Berlinreise zur politischen Bildung, romanischen Herzerwärmung und spaßigen Nachtdurchwachung auch nicht so lange unerwähnt bleiben, dass ich jetzt wirklich nicht mehr weiß, was ich schreiben soll. Außer vielleicht, wie unglaublich schön es war. Aber das schreib ich ja auch immer.
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Freitag, 5. Juni 2009

Basel








Nach Basel kann man von Straßburg aus toll mit dem Zug fahren. Natürlich erst, nachdem man sich ein bisschen mit der faszinierend klischéemäßig arroganten Schalterangestellten herumgeärgert hat, weil das tolle Angebot, mit dem man eigentlich fahren wollte seit gestern ausgelaufen ist und man sich irgendwelche anderen verwirrenden Rabattalternativen vorrechnen lassen muss, durch die man nicht durchsieht. Dann muss man schnell irgendwas nehmen, innerlich fluchen, weil sie sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, zum Bahnsteig hetzten, gerade noch so den Zug erwischen und DANN kann man toll nach Basel fahren. Dann ist es nur eine Stunde Fahrzeit und bequem zu erreichen.

In Basel dann nervt erstmal das Geldwechseln. Sehr. Ich erinner mich an Geldwechseln, ich hab das zu Ferienlagerzeiten oft gemacht, beim Urlaub in Prag und in Ungarn. Ich bin sicher, damals hat mich das nicht so genervt, wie jetzt. Wie wir zu dritt unser Geld zusammen wechseln, um Gebühren zu sparen, es dann nicht aufteilen können, weil wir nur zwei Scheine bekommen haben, wie wir versuchen einzuschätzen, wieviel wir an diesem Tag brauchen werden, wie unsere schöne Unabhängigkeit flöten geht. Was zu essen ist drin, Spontankäufe nicht. Als wäre man wieder zwölf.

Dann aber los. Die Stadt. In den kostenlosen Touristenführern sind Stadtrundgänge eingezeichnet, fünf Stück. Wir versuchen, in einem Zickzackkurs das meiste aus allen abzugrasen und fahren ganz gut damit. Für den als sehenswert ausgewiesenen Teil der Stadt braucht man ziemlich genau einen Tag. Es wird schön. Es ist Feiertag (das vereinfacht auch unser Shopping-Problem), die Stadt zeigt sich unglaublich ruhig. Außerdem idyllisch, mittelalterlich. Katja sagt, es ist die sauberste Stadt, die sie je gesehen hat. Wir finden alles schön, machen unglaublich viele Fotos, schlendern mit entrücktem Gesicht durch die Gassen. Freuen uns über das Switzerdütsch, bestaunen den Reichtum des Landes (es gibt riesige Plakatkampagnen die dafür werben, dass man am Tag 2 Liter Wasser trinken soll) und wertschätzen die vielen Trinkwasserbrunnen.

Zum Mittag gibt es ein gegrilltes Hähnchen mit Brot am Rhein. Wir verdrängen kurz, wie viel Geld wir dafür ausgegeben haben, dann schmeckt es phantastisch. Irgendwann sind wir plattgelaufen und kaputt, schleppen uns zum Bahnhof zurück und fahren müde heim. Das war ein schöner Tag.

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Donnerstag, 28. Mai 2009

Ba-Dam!

Der komischste Moment war, nachts um vier (!) aufzubrechen und durch die Stadt, die so vertraut ist und langsam aufwacht, zum Bahnhof zu gehen, um 12 Stunden lang zurück in ein anderes Land und ein anderes Leben zu fahren. Der Himmel wird langsam lila, ich gehe an meiner Uni vorbei und es scheint unglaublich absurd, jetzt wegzufahren anstatt sich einfach das nächste Bett zu suchen und dazubleiben, wo man doch offensichtlich hingehört.

Und wenn dann tief durchatmet und sich wieder fängt, wenn man sich dann soweit hat, sich zusammenzureißen und mit diesem ganzen Kopfgeschwubbel aufzuhören, seine Abenteuerlust wiederzufinden und diesen penetranten, gedanklichen Heimat-Kitsch mal abzustellen... dann stellen einem Schicksal und Werbeindustrie so etwas in den Weg.



Na danke. Da musste ich dann lachen.
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Sommerchorfahrt nach Burg Stargard


Die Gründe, warum ich auch dieses Mal nicht mit in die Heimat zur Chorfahrt kommen konnte, waren zahlreich und überzeugend: Es ist viel zu weit und viel zu teuer für ein kurzes Wochenende, hinterher bin ich noch trauriger, nicht mehr dabei zu sein, mit Olli könnte ich nicht wieder zurück fahren, da der gleich zwei Wochen oben bleibt, außerdem muss ich an diesem Wochenende arbeiten. Meine Freunde waren nicht begeistert, mussten das aber einsehen.

Dann auf einmal doch am Bahnhof zu stehen und ihre überraschten Gesichter zu sehen, war alle Reisestrapazen mehr als wert. Vorher musste ich mich noch einen Tag ruhig verhalten: Barfuss durch den elterlichen Garten laufen und die Katze streicheln (die sich kein bisschen über mich gefreut hat!), mit Schulfreunden und den Eltern grillen, Filme sehen und bis tief in die Nacht hinein reden. Dann aber endlich: Chorfahrt!

"Packet für Meyer" hab ich Steffen dreist in die Gegensprechanlage gelogen, und zur Belohnung gleich nen Mitnehmkaffee bekommen. Den hab ich am Bahnhof sicherheitshalber aus der Hand gegeben, damit nichts verschüttet wird, bei dem ganzen In-die-Arme fallen und glückseligen Rumhüpfen. Und dann? Die Autofahrt ist mir in Erinnerung geblieben, das Zettelspiel, die Essen, die viele viele Musik.

Ich hätte schon viel früher anfangen sollen, Chorfahrtsberichte zu schreiben. Dann hätte ich schon viel früher feststellen können, dass es einen roten Faden gibt: Es ist immer sehr schön und immer gibt es einige Konstanten: Die Proben, die Essen, die Spiele am Abend und dann die Musik. Die Nachmittagsstunden, das Lachen, die Freundschaft, das Gefühl. Wenn ich das alles schonmal so festgehalten hätte, könnte ich mich jetzt viel mehr darauf konzentrieren, wie eine Chorfahrt so ist, wenn man weg war. Wenn man eigentlich noch weg ist und es auch bleibt.

Dann könnte ich erzählen, wie ich ein bisschen aufpassen musste. Aufpassen, mich nicht zu sehr darauf zu konzentrieren, jeden Moment zu genießen, sondern einfach mal zu entspannen. Und wie es dann die meiste Zeit so ist, als wäre ich nie weg gewesen, weder vorher noch hinterher. Und wie ich dann, abends, wenn alle um das Klavier herum tanzen und singen, auf einmal einfach mittendrin bin und ganz still und es ist wie ein Film. Ist ja oft wie ein Film, das Leben, wenn der Soundtrack in der Situation gleich mit dazu passiert. Und dann bin ich furchtbar gerührt, wie schön es doch ist, was wir da haben, und wie besonders und wie wertvoll. Bestimmt haben überall auf der Welt immer wieder Menschen dieses Gefühl, die zusammen Musik machen, und trotzdem macht es uns, unsere Gemeinschaft, einzigartig.

Wenn es dann so kitschig wird, dass man es nicht mehr aushalten kann, wird man zum Glück von hinten angesprungen, umarmt, mit Bier bekleckert oder zum Tanzen aufgefordert und viel zu schnell ist dann alles wieder vorbei und man sitzt erschlagen in irgendwelchen Morgenstunden in einem Zug und Hügel rauschen am Fenster vorbei. Für das Love-Like-A-River Gefühl, das mich das Wochenende lang begleitet hat, bin ich jetzt wohl zu müde, für zerreißende Abschiedsschmerzen scheinbar auch. Was erstmal bleibt, ist ein bisschen Restleuchten und das gute Gefühl, in Wirklichkeit gar nichts verloren zu haben, sondern nur ein bisschen anders dosieren zu müssen, ein paar Ohrwürmer, und das weniger gute Gefühl, mit diesem Blogeintrag die Grenzen des guten Geschmacks und der Kitschtoleranz arg überschritten zu haben.
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Freitag, 10. April 2009

Tag 4


Mittlerweile haben wir es aufgegeben, uns jedesmal darauf hinzuweisen, wenn etwas "schön", "süß" oder "toll" aussieht. Wir sagen jetzt auch ein bisschen seltener, wie toll das Wetter ist und wie wir uns freuen, kurzärmelig durch die Sonne laufen zu können. Wir freuen uns still und grinsen ein bisschen halbdebil vor uns hin.
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Mittwoch, 8. April 2009

Frühling...





... ist eine tolle Zeit, um das Elsass zu erkunden. Fachwerkhäuschen, Blütenmeere, Kapellen und Weinberge. Und alles mit Sonnebrille und jackenlos - als hätte der Frühling gemerkt, dass ich diese Woche Urlaub habe. Ein Goldschatz: Das Navi, dem man sagen kann, dass es mit uns nicht die schnellste, sondern die schönste Route fahren soll. Die Gegend: A fucking fairytale.
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Montag, 6. April 2009

Colmar







Ein kleines Städtchen im Elsass. Voll von Touristen... zu Recht.
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Samstag, 21. März 2009

Paris an 2 Tagen






"Städte wie Paris müsste man eigentlich kennenlernen, wenn man da Freunde hat und bei ihnen wohnen kann.", hab ich vor Jahren gefunden, als ich samt meiner Familie bei einer Parisreise in einem lieblosen Ibis Hotel in einer Vorstadt einquartiert war.

Jetzt habe ich Freunde in Paris. Da die da aber nur wenige Wochen bleiben, bis sie in ihre eigene Hauptstadt zurückkehren, musste ich die Gelegenheit schnell nutzen und habe Loosy samt Freund am letzten Wochenende besucht.

Vorher war ich schon zwei Mal in dieser Stadt und dachte, dass ich das touristische Standardprogramm diesmal etwas entspannter angehen kann. Das hat eher schlecht als recht funktioniert. Man muss einfach rumlaufen, viel sehen, Fotos machen und sich immer wieder heimlich freuen, wenn der Eifelturm zwischen zwei Häusern hervorblitzt.

Alles in allem war es ein tolles Wochenende. Ich habe gemerkt, wie gut es ist (und wie es mir gefehlt hat), unterwegs zu sein. Wie sehr ich Bahnhöfe mag. Und überhaupt, große Städte. Dann gab es viele Gespräche, ein paar Filme, jede Menge Musik, gutes Essen und ganz viel von der großen, schönen Stadt...! Merci beaucoup für dieses schönes Wochenende!

Wegen ungünstiger Umstände war ich dann auch viel alleine unterwegs: Ein nächtlicher Spaziergang durch Montmatre*, ein Ausflug auf den Friedhof Père Lachaise, in den Jardin de Luxembourg, Bummeln durch die Stadt, Sitzen und Sinnieren auf der äußersten Spitze des Herzen der Stadt, der Ile de la Cite.

~*~

*... und auf einmal steht man vor dieser Kirche auf dem Hügel und die ganze Stadt breitet sich vor einem aus.

Das ist immer schön, so ein Ausblick auf eine große Glitzerstadt. Aber wenn dann noch der Eifelturm daraus hervorsticht und es einfach mal die Stadt ist... märchenhaft.

So ist das nämlich mit Paris: Es ist ein gottverdammtes Klischée und man ist auch wirklich nicht stolz darauf, so verzaubert zu sein. Ich habe Freunde, die schimpfen auf diese Stadt und ich bin sicher, sie tun es, um sich von der Masse der Schwärmer abzuheben. Dreckiges Paris! Lautes Paris! Stinkendes Paris! Das kann man gerne versuchen, aber ich fürchte, man macht sich was vor. Ich bin an diesem Wochenende gezwungen worden, von der erhabenen Skepsis (Teures Paris! Touristisches Paris! Versnobtes Paris!) zurückzukehren, zu dem schwärmerischen Klischée, von dem ich weg wollte.

Wunderschönes, bezauberndes, aufregendes Paris!

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