Samstag, 3. Juli 2010

Wir basteln ein Einhorn

In dem Streetart Workshop neulich (von dem ezähl ich vielleicht noch. Chronologie ist was für Anfänger.) hab ich gelernt wie man aus einer Zeichnung eine Schablone (streetartig: Stencil) herstellt. Dieses Wissen wurde dann umgehend in ein Geschenk für M. umgesetzt: Ein Einhorn-T-Shirt. Stoffmalfarben hat A. mitgebracht, Folie für die Schablonen haben wir geschenkt bekommen, Cuttermesser im unieigenen Schreibwarenladen gekauft.

Das Schwerste war die Skizze. Die hat lange gedauert. Einhörner sind schon ein bisschen tricky zu zeichnen. Die fertige Version ist eine Koproduktion von meinen Händen und massenhaft guten Ratschlägen von D. Das Bild haben wir in der Uni kopiert (Richtig vergrößern ist auch tricky), dann ging es ans Schablonenschneiden. Einen sonnigen Nachmittag lang. Wir haben drei Schablonen gemacht: Die Grundfläche, die Farbflächen und die Outlines.

Malen hat Spaß gemacht, hat aber auch die halbe Nacht gedauert. (Wir haben aber auch parallel eine Testversion angefertigt) Immer eine Schablone nach der anderen, Schicht für Schicht. Trocknen lassen. Die Zeit haben wir uns vertrieben mit dem Podcast der phantastischen Känguru-Chroniken von Marc-Uwe Kling und später mit South Park Folgen. Ernährt haben uns die Süßigkeiten-Automaten in der Uni-Halle.

Die Freude der Beschenkten am nächsten Abend war alles wert.

Die Schablonen hab ich übrigens noch. Fall mal jemand irgendwo ein Einhorn braucht.
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Ravensberger Park






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Donnerstag, 10. Juni 2010

Montag, 3. Mai 2010

Andrerseits...

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Geburtstagsfest




"Dass Erwachsenwerden machnmal auch bedeutet, Nachts um Eins noch Eierkuchen mit Nutella zu essen, hab ich mir als Kind aber auch nicht vorgestellt."

Ich mag unsere Art von Erwachsen-Werden und Erwachsen-Sein. Die dürfte so bleiben.
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Postmoderne Hauskonzerte


Den genauen Rahmen dieses Konzertes hab ich nicht ganz verstanden. In einer WG sollte es stattfinden, bei mir ganz in der Nähe, die Sängerin sang sonst in einer Band, sollte heute Abend aber eigene Lieder zu eigenem Gitarrespiel zum besten geben, man konnte Freunde mitbringen. Ich wurde mitgebracht.

Zuerst war da der Hof. Eine schmale Bucht zwischen zwei Häusern, voll von Menschen: sitzend an einem langen Tisch oder in kleinen Grüppchen beisammen stehend, redend, die warme Luft genießend. Dominiert wurde der Hof von einer selbstgemachten Hollywoodschaukel: ein weiches Sofa an zwei festen Seilen auf einem Balkengerüst, kompetent selbstgebaut. Es gab eine Sandkiste, Tische mit Essen, einen Grill, Lichterketten und eine Diskokugel. Durch den Hof kamen wir in eine Art Schuppenkellerhalle, mit vielen Fahrrädern, einem Werkzeugbastelteil, einer Kletterwand. Und einem weiteren Raum, hell beleuchtet, in dessen Tür sich viele Menschen drängten. Warum wurde dann bald klar: Das Konzert hatte schon angefangen, drinnen saß, umringt von noch mehr Menschen, die Sängerin und gab bereits ihre Musik zum besten. Wir dängten uns dazu, schoben uns hindurch und saßen bald ihr zu Füßen, zwischen Sofas und Sesseln und andächtig Lauschenden.

Ich mochte ihre Musik. Sie war selbstgemacht und ungewöhnlich, die Texte klangen, als hätte sie sich richtig was dabei gedacht, sie waren voll von Poesie und Verstand; die Melodien klangen, als hätte sie Mut und eine genaue Vorstellung davon, was sie mit ihrer schönen Stimme so alles anstellen könnte, ohne sich von herkömmlichen Klangfolgen einengen zu lassen.

Ich mochte die Drucke an den Wänden - auch von irgendwem selbst gemacht -, den kleinen Getränke-Verkaufsstand der irgendwann mit einem Schild auf den "Kiosk gegenüber" verwies, weil alles ausverkauft war, die Lichterketten und bunt zusammengewürfelten Sessel, die glücklichen Menschen. Ich mochte diese WG, die so viel Platz hat, die sich öffnet für kleine Minikonzerte und fremde Menschen, für Gartenpartys. Ich mochte den jungen Mann in der Schlabberhose, der nach dem Konzert aufstand und ankündigte, dass alle herzlich eingeladen seien, in seiner WG am anderen Ende der Stadt würde demnächst eine amerikanische Band spielen, die auf der Durchreise sei und ein bisschen Geld für die Weiterfahrt verdienen wollte. Ich mochte dieses mein Viertel in dem man sich kennt und in den ersten warmen Nächten des Jahres auf einem schaukelnden Sofa unter einer Outdoor-Diskokugel sitzt und einem jungen Mädchen zuhört, dass ihre Lieder für uns singt.
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Sonntag, 25. April 2010

Flohmarkt am Siegfriedplatz



Ich mag mein Viertel. Es gibt nette kleine Läden und schöne Häuser und wenn auf dem Siegfriedplatz Flohmarkt ist, dann fängt er nicht - so wie andere Flohmärkte - früh morgens an und man müsste früh aufstehen, um die tollsten Sachen zu bekommen, was man nicht tut, weswegen man das Gefühl hat, es lohnt sich gar nicht und man hat die tollen Sachen eh alle verpasst. (Wobei das ja Quatsch ist, denn alles was man auf einem Flohmarkt bekommen kann, sind ja Sachen, die andere Leute nicht mehr haben wollen, also per Definition sind alle eigentlich erstmal gleich nicht-toll.) Der Flohmarkt auf dem Siegfriedplatz, um diesen Satz neu aufzunehmen, fängt erst nachmittags an. Man kann ausschlafen, Sachen geregelt kriegen, Mittag essen und sich dann gemütlich mit Freunden treffen und durch die Frühlingssonne, die schon richtig warm ist, zum Flohmarkt schlendern.

Da waren heute richtig richtig viele Menschen, alles war voll, ich hab noch nie so viele Menschen auf einmal in Bielefeld gesehen. In der Bürgerwache gibt es selbstgebackenen Kuchen und Kaffee (wer einen Kuchen backt, der verkauft werden kann, zahlt viel weniger Standgebühr) und es wimmelt von Kindern und Leute angucken macht Spaß, denn sie sehen so toll aus. Nach Second-Hand Sachen und Hippieschmuck, nach Studierenden und eben Menschen, die in dem coolsten Viertel der Stadt leben. Meinem Viertel. Wie schön.

Ich hab richtig zugeschlagen: Ein Enten-Teller (in liebevollen Gedanken an Ina aus Rostock und ihr Geschirr), ein paar Ohrringe, 5 selbstgemachte Buttons (Moment. Buttons sind immer selbstgemacht, oder?) dabei einer mit Wendy aus Disney's Peter Pan, drei Bücher (Zeruya Shalev: Mann und Frau, Manfred Hammes: Die Amazonen, Maria Svetland: Bitter Fotze), eine tolle weiß-braun gestreifte Handtausche einen Pin von der Maus von der Sendung mit der Maus uuuund einen Liegestuhl für meinen Hinterhof. Der hat 6 Euro gekostet, alles andere ca. je einen Euro. Umsonst gab es: Inspiration zum Täschchen-nähen-versuchen (wer hat Lust auf einen Bastelnachmittag?) und viel Sonne. Ein guter Tag.
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Freitag, 26. Februar 2010

Eine Nacht in Köln







"Und ich dachte mir... Du hast doch'n Semesterticket... Du könntest einfach mitkommen nach Köln?"

Eigentlich war geplant, dass L. mich besucht, dass ich ihr Bielefeld zeige, dass wir ganz viel reden, kochen und Mädchensachen machen. Mit Nagellack und so. Dann war geplant, dass L. weiter nach Köln fährt, um andere Leute zu besuchen und auf Geburtstagspartys zu gehen.
Das haben wir auch alles gemacht. Wir haben einen tollen Coffeshop in der Altstadt entdeckt ("Fast so wie der in Questionable Content." - "Ja, aber ohne das man beim Bestellen beleidigt wird." -"Ja, schade."), ein lokales Hamburgerrestaurant getestet, eine Menge Obst verbraten, amerikanische Frauenserien konsumiert und bis in die Morgenstunden dauerkommuniziert.

Und dann bin ich spontan mit nach Köln gefahren. Früher war Köln ganz weit weg, eine riesen Reise, die man sich zweimal überlegt hat. Jetzt ist Köln nur noch ein bisschen weit weg und hinzufahren kostet mit meinem Semesterticket gar nichts. Da kann man auch mal liebe Bekannte besuchen und auf Geburtstagsparty von Leuten gehen, die man gar nicht kennt. Aus letzterem wurde dann nichts, es blieb bei hervorragender Pizza, einem nächtlichen Spaziergang und einem schönen Wiedersehen. Was die Sache allemal wert war.
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Donnerstag, 26. November 2009

Winterchorfahrt nach Schabeutz.

Das gute an Chorfahrten: Dass sie so schön sind und dass sie so oft sind. Zweimal im Jahr kann man in irgendeiner Jugendherberge all die tollen Menschen treffen und schön Musik machen. Und das Herz geht einem auf und man freut sich so, über all die tollen Menschen und die gute Musik und wie schön alles ist.

Das schlechte an Chorfahrten: Dass sie so schön sind und dass sie so oft sind. Was soll ich denn nun wieder schreiben? Vielleicht, dass es diesmal SO schön war, dass es vielleicht am bisher besten gewesen sein könnte. Und sonst schreib ich nix mehr, ich hab einfach ein Bild gemalt.



Inspiration für den Zeichenstil kam, glaube ich, von hier.

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Berlin!







Ich schreib einfach gar nix mehr, ich werf nur noch Fotos in die Runde. So. Dann überleg ich nicht mehr so lange, was ich schreiben soll und dann gebe ich nicht immer wieder entnervt auf und "blogge eben morgen". Und dann würden Dinge wie die großartige Berlinreise zur politischen Bildung, romanischen Herzerwärmung und spaßigen Nachtdurchwachung auch nicht so lange unerwähnt bleiben, dass ich jetzt wirklich nicht mehr weiß, was ich schreiben soll. Außer vielleicht, wie unglaublich schön es war. Aber das schreib ich ja auch immer.
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Samstag, 24. Oktober 2009

Bielefeld... läuft.


Mein liebstes Wandgekritzel in meiner neuen Uni.


Schon zwei Wochen Bielefeld und ich habe schon einiges gelernt. Zum Beispiel dass westdeutsche Dozenten viel mehr Anglizismen benutzen, als ostdeutsche. Wie Pfandtassen-rücknahmeautomaten funtkionieren. Wo die Umkleidekabinen für den Hochschulsport sind. Wie Gender Studies StudentInnen aussehen. Und und und.

Alles ist toll: Ich bin mit Begeisterung und Spannung bei der Sache, ich lese die Reader gerne, ich setze mich gerne in die Bib, ich freue mich auf Veranstaltungen. Ich laufe und fahre Umwege, um meine neue Stadt kennenzulernen und ich liebe es. Ich entdecke Bäckereien, Videotheken und Wochenmärkte, stöbere in zu vielen Buchläden und erkunde Parkanlagen, die in dieser Stadt scheinbar niemals aufhören, unvermutet hinter irgend einer Ecke aufzutauchen. Fotos von meinen Abenteuern gibt es auch noch hier zu sehen, das Album wird auch laufend erweitert.
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Sonntag, 11. Oktober 2009

...


und die Entscheidung für einen neuen Studiengang...

eine neue Uni und eine neue Stadt.


Nun sind alle Kisten ausgepackt, die Stifte gespitzt und morgen geht die Uni los!
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...


Wohnungssuche...

Planung...
und schließlich ein Umzug.
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