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Donnerstag, 9. September 2010

Nizzaskizzen II



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Mittelmeer

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Le café

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Nizzaskizzen

Wir waren im Urlaub in Nizza und ich habe meine Kamera vergessen. So ist mein kleines Urlaubs-Notizbuch noch etwas wichtiger geworden als sonst und vielleicht sind auch ein paar mehr Zeichnungen darin gelandet, um das zu kompensieren.

Ein paar von den Zeichnungen lade ich hier hoch; nicht schön gemacht, nicht coloriert... einfach so, wie ich sie zu Papier gebracht habe. Fix aufgezeichnet in den Cafés, am Strand, am Küchentisch...




Für das Fotoproblem hatte sich dann aber trotzdem noch eine andere Lösung gefunden. Zum Glück.

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Freitag, 14. August 2009

Ein Tag in Kästchen




4.660 Fotos habe ich in diesem Jahr schon gemacht, sagt Picasa. Ich überlege derzeit viel, was ich damit eigentlich anstellen soll. Die Picasa Webalben bieten nur begrenzten Platz, die großartige Dropbox erst recht, in meinVZ fühle ich mich nicht mehr so richtig wohl und auf Facebook sind noch nicht alle meine Freunde angekommen. Flickr? Ganz was anderes? Was meint ihr?

Bis mir was einfällt, kann ich ja auch einfach viele Bilder als eines posten. Die Bilder der Collage oben sind gestern entstanden, bei einer kleinen Reise quer durch die Stadt. Von einem schwedischen Möbelmarkt im Westen durch das Stadtzentrum in die Esplanade im Osten, dann weiter über den Rhein bis nach Deutschland. Fabien sagt, er mag an Straßburg, dass es so viele unterschiedliche Gesichter in sich vereint, dass es überall anders aussieht und dass doch alles zusammengehört. Ich glaube, das mag ich auch.

Kulturbeobachtungen: In Frankreich wird man im IKEA nicht geduzt. Dafür ist alles teurer.
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Dienstag, 23. Juni 2009

La Fête de la Musique

Ich weiß, ich darf Euch nicht überfordern. Weder das Internet selbst, noch das Layout meines Blogs sind wirklich dazu gemacht, laaaange Texte zu lesen. Deshalb jetzt wieder ein paar Bilder, statt vieler Worte. Gleich.

Am Sonntag war die Fête de la Musique, das Fest der Musik. Das ist eine sehr tolle, französische Idee: Überall ist an diesem Tag Musik, man kann durch die Stadt laufen und überall sind Bühnen, Bands, Künstler. Man kann überall zuhören und wenn man keine Lust mehr hat, geht man weiter und hinter der nächsten Ecke warten ganz andere Klänge. Toll!

Nicht so toll war, dass es Abends zu regnen angefangen hat. Sonst wäre der Spaß sicherlich noch Stunden weitergegangen, so aber bin ich zu einer Freundin geflüchtet und hab den Abend mit Mädchengesprächen beschlossen. Was ja auch gut ist. Und jetzt die Bilder.





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Mittwoch, 6. Mai 2009

longue vie, paix et prosperité: Star Trek

Ich bin ein bisschen enttäuscht. Mein erster Star Trek Film ever und dann noch in der Vorpremiere in einem riesigen Komplexkino... und niemand ist verkleidet. Keiner hat spitze Ohren, künstliche Alienpocken oder Tatoos im Gesicht oder einfarbige Uniformen an. Liegt vielleicht dadran, dass das restliche Publikum auch nie Star Trek guckt, so wie wir, und - ebenfalls wie wir - aus anderen Gründen in diese besondere Vorstellung gekommen ist: Im Rahmen des derzeitigen Jahres der Astronomie bietet das UGC Kino eine Reihe von Science Fiction Filmen an, bei denen es hinterher Gesprächsrunden mit anwesenden Wissenschaftlern gibt. Natürlich aus Fachrichtungen, die für den Film interessant sind.

Vor wenigen Wochen habe ich in diesem Format schon "Contact" gesehen, gestern dann "Star Trek".

Mich fasziniert, wie präsent die Geschichte in unserer Kultur ist, in Parodien und Anspielungen. Wie viel ich schon kannte, obwohl ich vorher noch nie Film oder Serie gesehen hatte. Die Charakter, ihre Geschichte ("Ach ja, Spok ist ja Halbvulkanier"), die Crew, das Schiff, die Running Gags...

Wie gut Mainstream doch sein kann. Ich mag Indiefilme in kleinen Programmkinos, ungewöhnliches und bisweilen unverständliches. Trotzdem hat mich gestern diese gewaltige Massenproduktion begeistert, der sorgfältig inszenierte Epos. Dick aufgetragen mit gutbewährten Stilmitteln, die nicht schiefgehen können und jedes Mal funktionieren. Nichts gestern Abend war neu, aber vielleicht ist das der Grund, warum man sich so schön zurück lehnen und genießen kann. Früher, am Lagerfeuer wurden schließlich auch immer wieder die gleichen Heldengeschichten erzählt.

Und dann die Musik. Orchester, Chor, Drama. Hach, gut. (Da ich den Soundtrack von Star Trek nicht hab, hör ich grade den von Star Wars. Ich glaube, der Unterschied ist auch nicht so groß.)

Der Film war auf Französisch, ein paar ausgeklügelte Feinheiten der Handlung (und genau drei Kinosaallacher. Ich hab dann einfach an anderen Stellen gelacht. Alleine.) sind also an mir vorbeigegangen. Als Ersatz gab es die Kenntnis, wie wenig man eigentlich verstehen muss: Es reicht schon, die Gesichtsausdrücke zu deuten und Schlagworte aufzuschnappen. Aber vielleicht klappt das auch nur bei so offensichtlichen Filmen. Außerdem: Französisch ist eine furchtbar ungeeignete Sprache für babarische Bösewichte. Dafür passt sie gut zu dem rationalen, fremdwörteraffinen Spock.

Ein Albtraum: Das im Film transportierte Frauenbild. Ausgleich: Viele hübsche Jungs.

Prinzipiell begeistert mich die Vorstellung, nach einem Film ein ausgewähltes Team an Wissenschaftlern bereitgestellt zu bekommen, mit denen man diskutieren kann, was man gerade gesehen hat. Oder überhaupt ein Forum zu bieten, für kollektive Diskussionen hinterher. Ich finde, die kommen oft zu kurz.

Freitag, 1. Mai 2009

Eine Woche mit Kati




Schnell nachtragen, was schon lange überfällig ist: Kati hat den drei Wochen dauernden Besuchsmarathon bei mir abgeschlossen und es wird Zeit, das schnell noch zu erzählen. Wie sich das gehört haben wir die Stadt nicht nur ausführlich besichtigt, sondern auch noch versucht sie leerzukaufen - mit einigem Erfolgen. Außerdem gab es viel leckeres Essen (auch wenn es mitunter knifflig wurde, in diesem exotischen Land auch etwas zu finden, was man tatsächlich essen kann, wa? ;), viele viele Folgen Gilmore Girls geguckt, die Sonne genossen, Mädchen- und Frauengespräche geführt, spazieren gegangen, uuuuuuuuund...

Babyenten gesehen!

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Freitag, 10. April 2009

Tag 4


Mittlerweile haben wir es aufgegeben, uns jedesmal darauf hinzuweisen, wenn etwas "schön", "süß" oder "toll" aussieht. Wir sagen jetzt auch ein bisschen seltener, wie toll das Wetter ist und wie wir uns freuen, kurzärmelig durch die Sonne laufen zu können. Wir freuen uns still und grinsen ein bisschen halbdebil vor uns hin.
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Mittwoch, 8. April 2009

Frühling...





... ist eine tolle Zeit, um das Elsass zu erkunden. Fachwerkhäuschen, Blütenmeere, Kapellen und Weinberge. Und alles mit Sonnebrille und jackenlos - als hätte der Frühling gemerkt, dass ich diese Woche Urlaub habe. Ein Goldschatz: Das Navi, dem man sagen kann, dass es mit uns nicht die schnellste, sondern die schönste Route fahren soll. Die Gegend: A fucking fairytale.
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Montag, 6. April 2009

Colmar







Ein kleines Städtchen im Elsass. Voll von Touristen... zu Recht.
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Freitag, 3. April 2009

Besuch von Steffen


Steffen war zu Besuch. Es war ganz spontan und es war auch überhaupt kein Urlaub, sondern eine Maßnahme zur Steigerung der Arbeitseffektivität. Die wohl so ganz gut funktioniert hat. ("Du arbeitest, wenn ich auch arbeite und abends machen wir was Schönes.") Außerdem war es ein kulturelles Experiment: Alles, was in Frankreich toll ist vs. alles, was doof ist. Ergebnis: "Frankreich hat gewonnen." (Es stand wohl gegen Ende ungefähr 5 zu 2.) Wir haben Stadt, Kathedrale, Schwäne und Kanäle bewundert, Frühlingssonne im Park genossen, gut gespeist, der Popkultur und intermedialen Kommunikation ausgiebig gehuldigt und - alles andere wäre eine Schande - viel zu wenig geschlafen. Gestaunt haben wir über die irrwitzige Häufigkeit von Baguettes und anderen, französischen Klischées auf den Straßen und erfreut hat uns... oh, erfreut hat uns auch so einiges.

Ein bisschen aufregend war, dass wegen dem NATO Gipfel derzeit hier in Straßburg nicht ganz klar war, ob man heute eigentlich aus Stadt und Land raus, über die Europabrücke und nach Kehl zum Bahnhof kommen kann. Konnte man aber, es gab gar keine Probleme. (Ansonsten hab ich bis jetzt von dem Gipfel kaum was mitbekommen. Wochenlange Aufregung in den Nachrichten, dann die letzten Tage viel Polizei, Demonstrationen, an den Haltestellen hängen Anschläge in Neonfarben, welche Linien heute und morgen ausfallen. Die Innenstadt ist angeblich so gut wie abgeriegelt, ich hab gar nicht versucht, dorthin vorzudringen, sondern mich zu Hause um meinen Kram gekümmert. Was auch nötig war.)

Eine Auswahl der hervorstechensten Erlebnisse sind jetzt in Steffens Kalender verewigt und Frankreich und ich haben uns sehr gefreut, dass er da war.
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Samstag, 21. März 2009

Paris an 2 Tagen






"Städte wie Paris müsste man eigentlich kennenlernen, wenn man da Freunde hat und bei ihnen wohnen kann.", hab ich vor Jahren gefunden, als ich samt meiner Familie bei einer Parisreise in einem lieblosen Ibis Hotel in einer Vorstadt einquartiert war.

Jetzt habe ich Freunde in Paris. Da die da aber nur wenige Wochen bleiben, bis sie in ihre eigene Hauptstadt zurückkehren, musste ich die Gelegenheit schnell nutzen und habe Loosy samt Freund am letzten Wochenende besucht.

Vorher war ich schon zwei Mal in dieser Stadt und dachte, dass ich das touristische Standardprogramm diesmal etwas entspannter angehen kann. Das hat eher schlecht als recht funktioniert. Man muss einfach rumlaufen, viel sehen, Fotos machen und sich immer wieder heimlich freuen, wenn der Eifelturm zwischen zwei Häusern hervorblitzt.

Alles in allem war es ein tolles Wochenende. Ich habe gemerkt, wie gut es ist (und wie es mir gefehlt hat), unterwegs zu sein. Wie sehr ich Bahnhöfe mag. Und überhaupt, große Städte. Dann gab es viele Gespräche, ein paar Filme, jede Menge Musik, gutes Essen und ganz viel von der großen, schönen Stadt...! Merci beaucoup für dieses schönes Wochenende!

Wegen ungünstiger Umstände war ich dann auch viel alleine unterwegs: Ein nächtlicher Spaziergang durch Montmatre*, ein Ausflug auf den Friedhof Père Lachaise, in den Jardin de Luxembourg, Bummeln durch die Stadt, Sitzen und Sinnieren auf der äußersten Spitze des Herzen der Stadt, der Ile de la Cite.

~*~

*... und auf einmal steht man vor dieser Kirche auf dem Hügel und die ganze Stadt breitet sich vor einem aus.

Das ist immer schön, so ein Ausblick auf eine große Glitzerstadt. Aber wenn dann noch der Eifelturm daraus hervorsticht und es einfach mal die Stadt ist... märchenhaft.

So ist das nämlich mit Paris: Es ist ein gottverdammtes Klischée und man ist auch wirklich nicht stolz darauf, so verzaubert zu sein. Ich habe Freunde, die schimpfen auf diese Stadt und ich bin sicher, sie tun es, um sich von der Masse der Schwärmer abzuheben. Dreckiges Paris! Lautes Paris! Stinkendes Paris! Das kann man gerne versuchen, aber ich fürchte, man macht sich was vor. Ich bin an diesem Wochenende gezwungen worden, von der erhabenen Skepsis (Teures Paris! Touristisches Paris! Versnobtes Paris!) zurückzukehren, zu dem schwärmerischen Klischée, von dem ich weg wollte.

Wunderschönes, bezauberndes, aufregendes Paris!

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Dienstag, 20. Januar 2009

Auch Du, mein Sohn Brutus!


Ich bin dezente Kritik an meinem Sprachvermögen ja gewohnt aber das* geht zu weit!

* Wenn man es nicht lesen kann: Einmal draufklicken.
Wenn man es dann immer noch nicht lesen kann, hier die Übersetzung: Dokument 17 enthält zu viele grammatische und orthographische Fehler, um es weiterhin anzeigen zu können. Um diese prüfen zu lassen, klicken Sie bitte auf Extras, dann auf Rechtschreibprüfung.

Montag, 19. Januar 2009

Portable Problems

Manche Sachen hatte ich ursprünglich gleich in meiner ersten Woche in Straßburg erledigen wollen. Mir ein französisches Konto, ein Fahrrad und eine französische SIM Karte für mein Handy besorgen, zum Beispiel. In Wirklichkeit habe ich bis heute nichts davon gemacht. Fahrräder sind gar nicht so einfach zu kriegen, ein Konto brauche ich wahrscheinlich gar nicht (bis jetzt ging es ja auch ohne) und das mit der SIM Karte… das liegt seit gestern auch erstmal wieder auf Eis.

Dabei hab ich sogar eine. Die hat die wunderbare Orianne mir gegeben, sie hatte eine übrig. Eine Karte von SFC, einem der größten französischen Anbieter. Gestern bin ich einem von seinen kleinen, roten Stores über den Weg gelaufen und samt meiner neuen Karte hinein gegangen. Ob ich dafür Guthaben erwerben könnte, hab ich die freundliche Frau gefragt. Sie hat mich nicht ganz verstanden, also bemühe ich mich um ein Beispiel – Guthaben für, sagen wir, 15 Euro, ginge das? Das ginge. 15 Euro sind einen Monat lang gültig. Oha. Da ich eigentlich nicht mehr mit dem französischen Handy vorhabe, als ein paar SMSen zu verschicken, ist das ganz schön wenig Zeit für 15 Euro. Gingen denn auch zehn? Oder… fünf? Klar. Zehn Euro sind eine Woche lang gültig und fünf Euro fünf Tage.

Als ich den Laden, ohne etwas gekauft zu haben, verließ, habe ich ein bisschen gelacht. Ich bleib bei meinem deutschen Handy, das ist viel günstiger. Selbst hier. Willkommen in der EU.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Saverne

Das kommt zuerst, das ist am längsten her.

Saverne ist ein kleines Städtchen im Elsass, dass Kai, Katja und ich kurz vor Weihnachten besucht haben. Es ist gut, dass wir das gemacht haben, denn wäre dieser kleine Ausflug nicht gewesen, hätte ich beschämt zugeben müssen, in meinen ersten Monaten in Frankreich nicht einmal aus Straßburg herausgekommen zu sein. (Kehl zählt nicht.) Aber so hat Kai uns gerettet, der auf wundersame Weise noch ein ungenutztes Elsassticket hatte, das wir verjubeln konnte.
Wenn man mit dem Zug von Straßburg nach Saverne fährt, denkt man – zumindest als gebürtige Rostockerin – man hat Mecklenburg-Vorpommern gar nicht verlassen. Eigentlich ist ja um uns rum alles voller Berge: der Schwarzwald, die Vogesen… aber zu sehen bekommt man die hier nie, die Rheinebene kaschiert sie geschickt. Erst kurz vor Saverne haben wir die ersten Erhebungen ausmachen können.




Das Städtchen ist klein und sympathisch verschlafen. Es gibt ein Schloss, einen Kanal, es gab eine Hand voll Marktstände und ein Karussell – als symbolischen Weihnachtsmarkt, wenn man so will. An einem Nachmittag kann man überall langspazieren und hat alles gesehen und kann zurück fahren. Schön war es trotzdem, mal aus der Stadt heraus zu kommen und ein bisschen Elsassluft zu schnuppern.




Außerdem gibt es Einhornstatuen.