Dienstag, 18. November 2008

Bisous

Wenn man schon irgendwo hingeht, wo man neu ist und deshalb manchmal ein bisschen alleine, dann ist Frankreich dafür ein ziemlich guter Ort.

Ich hab es ja schon mal erwähnt und es ist ja auch kein Geheimnis, dass die Franzosen sich etwas anders begrüßen, als wir. Küsschen links, Küsschen rechts.

Auf dem Weg ins Kino hab ich eine Bekannte getroffen (Das war vielleicht toll! Rostocker Fußgängerzonenfeeling!), die wiederrum mit ihrem Bekannten dort stand und redtete. Küsschen links, Küsschen rechts, alleman. Dann kam noch ein Bekannter, dann haben sich alle wieder verabschiedet, weil wir weitermussten.

Ich bin, Stunden später, vom Kino zurück gelaufen, weil ich zu geizig für die Bahn war, Lust zu Spazieren hatte und auch nicht lange warten wollte. Dabei hab ich mal gerechnet. Ich hab heute um 19 Uhr das Haus verlassen, war 23 Uhr wieder da und hab in der Zwischenzeit 22 Küsschen bekommen. Gar nicht so schlecht für eine Stadt ohne Freunde, oder?

Kommentare:

gummi hat gesagt…

*lach*

theralf hat gesagt…

Ich konnte mich nie dran gewöhnen. Wenn man mit 14 Jahren plötzlich damit konfontiert wird, ohne vorher je sein ostsächsisches Dörfchen verlassen zu haben, kommt einem dieser Brauch doch sehr befremdlich vor: Ich kann do ni einfach wildfremde Leute bekussln! Aber solche Sachen machen Auslandsaufenthalte erst richtig reizvoll. Da gibts ein Zitat aus "Französisch für Anfänger", wo der Protagonist erstmals von einem anderen Jungen beküsst wird: 'Is he gay?' 'No, he's french'